Klinisches Krebsregister
Bremen verfügte bis Ende 2004 über ein gut funktionierendes Klinisches Krebsregister.
Im Jahre 2005 fielen jedoch die bis dahin geltenden Vereinbarungen zur Finanzierung des
Klinischen Krebsregisters weg.
Seit diesem Zeitpunkt existiert in Bremen keinerlei Klinisches Krebsregister, obwohl die
Wichtigkeit eines solchen Registers u.a. im Nationalen Krebsplan festgeschrieben ist.
2010 wurde eine neue Initiative gestartet, in Bremen ein Klinisches Krebsregister für eine eingeschränkte Zahl von Tumorerkrankungen
aufzubauen.
Pilotprojekt Klinisches Krebsregister
Das Tumorzentrum Bremen hat sich zur Aufgabe gemacht, in Bremen wieder ein
Klinisches Krebsregister aufzubauen. Hierzu sollen zunächst Daten zu 5 ausgewählten
wichtigen onkologischen Krankheitsbildern erfasst werden.
Diese sind:
das Multiple Myelom
das Magencarcinom
das metastastasierte colorektale Carcinom
das Mammacarcinom
das Prostatacarcinom
Um den zusätzlichen Dokumentationsaufwand für die beteiligten Kliniken und Praxen
möglichst gering zu halten, soll die Erhebung der notwendigen Daten überwiegend
aus Arztbriefen erfolgen.
Die senatorische Behörde hat ihre Unterstützung für dieses Projekt zugesagt,
die sie jedoch von der Demonstration der Machbarkeit abhängig macht.
Diese Machbarkeitsstudie ist inzwischen abgeschlossen.
